Turnierknigge

Vorbereitung :

•  Hab Dein eigenes Messwerk und Cochonnet dabei

•  Bei Lizenzturnieren: keine Flip Flops an den Füssen

•  Anrufe, Essen und Trinken vor dem Spiel erledigen.

•  Klärt vor dem Spiel, was tot ist und was nicht und ob Ihr  mit Spielfeldbegrenzung
spielt oder nicht.

Neben/ Während des Spiels

•  Wenn ein gegnerischer Spieler im Kreis steht, platziere Dich nach Möglichkeit

   außerhalb seines Wahrnehmungsradius, i.d.R. im Team geschlossen 2-3 Meter seitlich
hinter der Sau. Alternativ darf man mit mindestens 2m Abstand auch seitlich hinter
dem Wurfkreis stehen. Fakt ist: wenn der Gegner spielt, darf ich nicht zwischen Sau
und Kreis stehen.

•  Sei bei der Sache. Fragen wie: „wie steht’s?“ „wo ist der Kreis?“ „wie viel kommen
noch?“ zeugen nicht von Souveränität.

•  Nachdem der Gegner eine Kugel gespielt hat, hält man sich solange aus dem
Geschehen, bis der Gegner sagt, dass sie den Punkt haben oder der Punkt ganz
offensichtlich beim Gegner ist.

•  Wenn eine Mannschaft keine Kugeln mehr hat, hat sie in der noch
laufenden Aufnahme nichts mehr mit dem Geschehen zu tun. Bis auch die andere
Mannschaft alle Kugeln gespielt hat, wartet das „leere“ Team ruhig im Hintergrund.

Turnierpraxis

•  Pétanque leitet sich aus dem Französischen „pieds tanqué“s‘ (auf provenzalisch „ped
tanc“) ab, die Bezeichnung für „geschlossene Füße“. Beim Wurf einer Kugel also mit
beiden Füßen im Kreis bleiben bis die Kugel den Boden berührt!

•  Der Wurfkreis sollte 35 – 50 cm groß sein (nicht größer!).

•  Falls Du die Sau zu kurz oder zu weit ausgeworfen hast, markier sie, bevor Du sie
aufhebst, so dass im Zweifel die Entfernung auch ohne Sau noch mal nachgemessen
werden kann.

•  Wird die Position der Zielkugel während einer Aufnahme wesentlich verändert, klärt
die Frage: „Spielen wir die noch?“ nicht Dein Team oder das gegnerische,
sondern das Regelwerk. Es gibt grundsätzlich 7 Gründe, warum eine Zielkugel ungültig sein kann.

•  Wann eine Kugel „aus“ ist, wird vor der Partie geklärt. Kicke niemals während der
Partie eine Kugel mit dem lapidaren Hinweis weg: „Die war aus!“

•   Falls nicht auf der gesamten Länge (20 m) gespielt werden kann, weil z.B.

    andere Partien laufen (z.B. Hofgartenturnier), zieh in Absprache mit dem Gegner

    eine Linie, ab der die Kugeln tot sind.
Alle toten Kugeln entweder entfernen oder in einen kleinen markierten Kreis

   legen.

Ende einer Aufnahme

•  Grundsätzlich ist, nachdem alle Kugeln gespielt sind, nichts „klar“! Nimm niemals eine

   Kugel aus dem Bild mit den Worten
„Die ist klar!“, wenn Du Dir darüber nicht im Vorfeld mit dem Gegner einig warst. Der

    Gegner gibt Dir Deine Punkte!

•  wenn der Schiedsrichter misst, dann Abstand halten, der Schiedsrichter entscheidet

•  das Cochonnet muss von der Stelle gespielt werden, wo es zuvor lag

Umgang mit Gegner

•  Gegenseitiger Respekt ist wichtig.

•  Gib Deinem Gegner keine Tipps: „Ich würde an Eurer Stelle schießen!“ – auch nicht im

   Nachhinein
„Wieso habt Ihr nicht geschossen?“

•  Auch beim Stand von 12:0 gegen stark unterlegene Gegner nicht überheblich werden.
Nicht anfangen zu „zaubern“, sondern das Spiel mit Respekt zu Ende spielen

•  „Bescheiden gewinnen und souverän verlieren!“

•  Verkneif Dir offenkundige Freude über fehlgelaufene Aktionen des Gegners.

•  Heb keine fremden Kugeln auf, außer der Besitzer der Kugeln bittet Dich darum,

   oder Du hast vorher gefragt, weil Du sie Dir mal ansehen möchtest.

•  Beim Schießen des Gegners nicht einfach z.B. ein anderes Spiel abdecken, es sei

    denn man wird darum gebeten.

•  Immer beim Gegner/Schiedsrichter abmelden, wenn man das Spielfeld verlässt

Taktik

•  Nimm Dir Zeit, wenn es schlecht läuft, auch eine Auszeit (Pippipause) hilft manchmal

•  Beobachte das Spiel Deiner Gegner. Spielen Sie gerne kurz oder lang? Wird eher

   gelegt oder geschossen?
Wenn eher gelegt wird, dann Kugel gerade vor die Sau.
Wenn eher geschossen wird, dann hinter die Sau.

•  Bei schlechten gegnerischen Schiessern ist es noch wichtiger, gut zu legen!

•  Bei vermeintlich besseren Gegnern die Sau eher weiter auswerfen.
Bei vermeintlich schwächeren Gegnern die Sau auf Deine bevorzugte Distanz werfen.

•  Bei hoher Führung die Sau eher weit auswerfen, um „große“ Aufnahmen für den

Gegner zu vermeiden.
Bei hohem Rückstand die Sau nahe an totes Gelände werfen, um im Notfall die Sau

   leichter Aus zu schießen.

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